[Review] Need for Speed: The Run

Gespeichert in: Reviews von Lex - 7. Dezember 2011 um 09:26 Uhr

Nachdem dieses Jahr das Simulations- und Arcade-Genre mit SHIFT 2 UNLEASHED sowie HOT PURSUIT schon mit großartigen Titeln abgedeckt wurde, geht es jetzt zum Jahresende mit NEED FOR SPEED: THE RUN nochmal in eine ganz neue Richtung. Ein Rennen von San Francisco nach New York mit einer echten Story im Hintergrund und der aus Battlefield 3 bekannten Frostbite-2 Grafik Engine soll neuen Wind und Abwechslung ins Rennspielgeschehen bringen.



Um die Story rund um das Rennen quer durch Amerika zu erzählen, werden zwischen den einzelnen Streckenabschnitten immer wieder Cutscenes präsentiert, die teilweise sogar euer Eingreifen in Form von Quick-Time Events erfordern. Jack, der Hauptdarsteller im Spiel, hat sich eine Menge Schulden angehäuft und will das Preisgeld aus dem Rennen dazu nutzen, diese zu begleichen und nochmal von vorne zu beginnen. Nachdem ihr in San Francisco der Polizei entkommen seid, führt euch der Trip durch verschiedenste Landschaften und Streckenbedingungen wie dem Yosemite Nationalpark, den eisigen Bergen in den Rockies oder durch die engen Straßen von Chicago.

Dabei handelt es sich aber nicht etwa um ein 3000 Meilen langes Marathon Rennen, vielmehr wurde das Ganze in viele kleine Rennabschnitte mit unterschiedlichen Aufgaben aufgeteilt. Überhole eine bestimmte Anzahl an Gegnern aus dem 200 Mann großen Fahrerfeld, überhole ganz spezielle Gegner und bleib für eine bestimmte Zeit vor ihnen oder mach Zeit in Checkpoint-Rennen gut lauten dabei die Ziele. Zwischendurch stehen auch mal sehr cineastisch präsentierte Duelle auf dem Plan. Vor allem in den Städten kommt es dabei zu Showdowns mit der Polizei oder gar der Mafia, die euch mit bewaffneten SUVs oder sogar Helikoptern an den Kragen wollen.

Den „Run“ hat man dabei in etwas mehr als 2 Stunden abgeschlossen. Eine wirklich ernüchternd kurze Spieldauer, die ohne die wirklich langen Ladezeiten sogar noch kürzer ausfallen würde. Nach dem Abschluss der Hauptstory stehen euch aber immerhin noch der Challenge Modus, das Autolog sowie der Online-Modus zur Verfügung. Im Challenge-Modus kann man die Abschnitte des „Runs“ erneut absolvieren und dabei auch verschiedene Auszeichnungen freischalten sowie seinen Autolog-Score in die Höhe treiben. Im Online-Modus werdet ihr für jedes Rennen mit XP Punkten belohnt um das Fahrerlevel zu erhöhen, wodurch es auch neue Belohnungen gibt.

Um einen Streckenabschnitt zu bewältigen und in der Story fortzufahren, müsst ihr das vorgegebene Ziel stets vollständig erfüllen. Einen zweiten oder dritten Platz gibt es dabei nicht, ein Sieg ist somit Voraussetzung um weiterzukommen. Um euch dabei ein klein wenig zu unterstützen, habt ihr pro Strecke fünf Mal die Möglichkeit, zu einem Checkpoint zurückzuspulen um einen Fahrfehler zu korrigieren. Das mag nach viel klingen, ist aber Angesichts des teilweise schlimmen Fahrverhaltens mancher Autos auch bitter nötig. Nur allzu oft kracht man in den Gegenverkehr oder findet sich Abseits der Strecke wieder. Dabei genügt es oft schon nur ein bisschen von dieser abzukommen, um vom Spiel automatisch zurückgesetzt zu werden.

Die Gegner-KI verhält sich euch etwas fragwürdig. Liegt man zurück, warten diese auf euch nur um dann wieder Vollgas zu geben, sobald man sich ihnen etwas weiter nähert. Zwar steht einem ein Nitro-Boost zur Verfügung, dieser ist aber keine wirklich große Hilfe. Liegt man dann mal in Führung ist man voll und ganz damit beschäftigt, die Überholversuche der Gegner abzuwehren. Kommt dabei auch noch die Polizei dazu, beginnt der Spaß erst richtig. Diese schießt ständig an einem vorbei um euch dann zu blocken oder abzudrängen. Um dann auch noch die kleinen Lücken in den Straßensperren zu treffen, ohne dabei mit einem Gegner zu kollidieren, ist fast schon Glückssache.

Die Strecken in der freien Natur sind wirklich abwechslungsreich gestaltet und auch sehr schön anzusehen. Leider gilt das nicht für die Städte, die im Grunde alle gleich aussehen, ob man sich jetzt in Las Vegas, Chicago oder New York befindet. Die Fahrzeuge machen einen soliden Eindruck und sind in guter Auswahl vorhanden, eine Cockpit-Ansicht fehlt aber leider. Das größte Problem des Spiels sind allerdings die Performance Einbrüche, welche sich durch niedrige Framerates und somit starkem Ruckeln bemerkbar machen. Das tritt vor allem bei plötzlichem Bremsen bzw. bei Drifts in engen Kurven auf.

Ein weiterer wichtiger Teil des Spiels, nämlich die Story, lässt im Verlauf auch immer mehr nach. Während zu Beginn die Vorstellung der Charaktere und der Start des Rennens noch einigermaßen ansprechend präsentiert werden, warten bis auf mit Quick-Time Events gespickte, schrecklich inszenierte Verfolgungsjagden und Mafia Schießereien keine weiteren Sequenzen mehr, welche die Story voran bringen würden. Auch die kurze Vorstellung eurer Gegner in den Ladesequenzen ist mehr schlecht als recht. Dabei stellt sich wieder einmal die Frage, ob eine Story in einem Rennspiel wirklich von Nöten ist.

Fazit:

Das Konzept hätte wirklich Potential gehabt und sich positiv vom Rennspielgeschehen abheben können. THE RUN ist aber leider nur ein sehr kurzes Rennspiel mit kleinen technischen Problemen geworden, dessen Story nicht Konsequent erzählt wird.

3 Antworten zu “[Review] Need for Speed: The Run”

  1. Rubberrabbit sagt:

    Eins der miesesten Rennspiele überhaupt! Der Beweis dafür das EA keine Qualitätskontrolle mehr hat und nur auf Masse setzt! BF3 enttäuscht, The Run enttäuscht, SHIFT 2 war eine Gurke, Dead Space verläuft sich im Mainstream…..wenn sie auch noch Mass Effect 3 in den Sand setzen ist das einzig positive daran, dass man sich von denen nichts mehr kauft.

    Bei The Run weiß man wirklich nicht, was sie sich dabei gedacht haben, Müll ist dafür noch gut ausgedrückt! NFS ist tot!

  2. Abwehrbollwerk sagt:

    Ich glaub, da greife ich lieber zu Driver

  3. Jacko sagt:

    Mit Driver bist du sicher besser beraten ja

Eine Antwort hinterlassen