[Review] Dead Space 2

Gespeichert in: Reviews von Lex - 27. März 2011 um 11:03 Uhr

Isaac Clarke ist zurück, und er kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem er bereits im ersten Teil den Horror seines Lebens durchstehen musste, kommt es im zweiten Teil von Dead Space sogar noch schlimmer für ihn. Die Atmosphäre ist noch dichter und düsterer, die Gegner schrecklicher als je zuvor. Außerdem spendieren EA und Visceral Games diesmal auch einen Multiplayer, in dem man nicht nur als Mensch sondern auch als Necromorph in die Schlacht ziehen kann. Lasst den Horror beginnen.



Isaac´s Psyche ist nach den traumatischen Erlebnissen und dem schmerzhaften Verlust auf der Ishimura vor 3 Jahren immer noch schwer angekratzt und er findet sich zu Beginn des Spiels in einer Art medizinischen Einrichtung wieder. Seine Erinnerungen sind nur sehr vage vorhanden, doch für Fragen bleibt keine Zeit. Bereits nach wenigen Momenten wird die Station von den Necromorph überfallen und man hat gleich einmal alle Hände voll zu tun, sich in Sicherheit zu bringen. Woher dieser plötzliche Überfall kommt bleibt zunächst unklar und somit flüchtet man einfach nur durch die Gänge der Raumstation auf dem Titan, dem größten Mond des Saturns. Die Gänge und Räume sind Dead Space typisch nur spärlich beleuchtet und immer wieder auftauchende, unheimlich wirkende Schatten, Silhouetten und Geräusche sorgen für eine angsteinflößende Atmosphäre.

Selbstverständlich lauern auch an allen Ecken und Enden wieder diese widerlichen, untoten Mutationen, deren einziges Ziel euer Tot ist. Dead Space ist schließlich ein Horror-Survival-Shooter und das bleibt auch weiterhin das zentrale Element im Spiel. Die Taktik im Kampf gegen die Necromorph hat sich im Vergleich zu Teil eins nicht geändert. Um diese Viecher endgültig unschädlich zu machen gilt es auch weiterhin, ihnen zuerst die Gliedmaßen abzutrennen, bevor man zum finalen Schlag ansetzen kann.

Um dies zu bewerkstelligen stehen euch auch ein paar zweckentfremdete Minenwerkzeuge sowie auch richtige Waffen zur Verfügung. Auch der gute alte Plasma-Cutter sowie alle anderen aus Teil eins bekannten Waffen sind wieder Teil des Equipments. Neu mit dabei ist der „Detonator“, mit dem man durch Laserschranken ausgelöste Minen platzieren und somit hervorragend Fallen stellen kann. Außerdem neu ist auch der Pfeile verschießende „Javelin“, mit dem sich die Gegner praktisch an die Wand nageln lassen.

Durch im Spiel gesammelte Energieknoten können diese Waffen wie gewohnt nach und nach verbessert werden. Schnelleres nachladen, größere Magazine oder mehr Schaden können im Kampf durchaus nützlich werden. Außerdem ist Isaac wieder mit Telekinese ausgestattet, welche gegenüber dem ersten Teil deutlich an Stärke zugelegt hat und somit auch für die Offensive eingesetzt werden kann, indem herumliegende Gegenstände oder gar Körperteile auf die Gegner gefeuert werden. Da eure Munition mal wieder sehr knapp sein wird, ist dies eine durchaus nützliche Alternative.

Sollten dann einmal wirklich alle Dämme brechen, steht noch ein letzter Ausweg zur Verfügung. In Räumen mit Fenstern können diese zerstört werden, wodurch alles im Raum befindliche wie Einrichtung, Gegner aber auch Isaac unweigerlich ins Vakuum des Weltalls gezogen wird. Um zu verhindern, dass man auch selbst ein grausames Ende findet, muss im letzten Moment auf einen Notfall-Schalter geschossen werden, wodurch eine Metallplatte vor das kaputte Fenster geschoben wird. Ein sehr riskantes aber auch spannendes Highlight im Spiel.

Neben neuen Schießeisen gibt es aber auch neue Arten von Gegnern. Da wären unter anderem die „Pack“, die einzeln zwar kaum gefährlich sind, aber meistens in Gruppen auftreten und dann auch sehr großen Schaden anrichten können. Ebenfalls neu sind die „Stalker“. Diese intelligenten Necromorph verstecken sich vor euch und warten auf den richtigen Moment, um dann blitzschnell zuzuschlagen. Nur gut dass Isaac noch immer über die Stasis verfügt, mit der man Gegner oder Objekte verlangsamen kann. Aber freut euch nicht zu früh, denn auch ein neuer Wiedersacher namens „Puker“ verfügt über diese Fähigkeit.

Grafisch konnte man im Vergleich zum schon großartigen Vorgänger zulegen, alles sieht nochmal einen Tick besser aus und auch die Atmosphäre wurde dichter und gruseliger. Was leider manchmal etwas stört ist die Kamera, die in gewissen Situationen sehr ungeschickt platziert ist und somit keinen Überblick über das Geschehen erlaubt. Der Spielablauf dagegen hat sich nicht großartig geändert. Eure Aufgaben bestehen immer noch darin zu verschiedenen Orten zu gehen und Dinge zu reparieren oder zu deaktivieren, gemischt mit dem einen oder anderen Rätsel. Soundtechnisch gibt’s absolut nichts zu beanstanden, die Waffen klingen satt und die Gänsehaut wird euch quasi das ganze Spiel über begleiten.

Wie bereits erwähnt kommt Dead Space 2 diesmal euch mit einem Multiplayer daher. In diesem stehen sich Menschen und Necromorph gegenüber mit jeweils bis zu 4 Spielern auf jeder Seite. Die Menschen müssen dabei innerhalb eines bestimmten Zeitlimits verschiedene Aufgaben wie Konsolen aktivieren, Items liefern oder Objekte zerstören erledigen. Die Aufgabe der Necromorph dagegen ist es, sie daran zu hindern. Die menschliche Seite spielt sich genau wie Isaac in der Single-Player Kampagne, während man bei den Necromorph aus vier verschiedenen Typen auswählen kann, die sich durch unterschiedliche Fähigkeiten auch unterschiedlich spielen.

Auf jeder Map werden einmal die Teams getauscht, so dass jeder Spiel einmal als Mensch und einmal als Alien unterwegs ist. Dabei ist Teamwork und Taktik, egal auf welcher Seite, besonders wichtig. Nach jedem Match gibt es dann anschließend Erfahrungspunkte, durch die man seinen Level erhöhen kann. Mit steigendem Level gibt es dann Zugriff auf neue Waffen, mehr Power für die Stasis und andere Dinge.

Fazit:

Dead Space 2 bringt zwar im Single-Player gegenüber seinem Vorgänger keine großartigen Neuerungen mit sich, aber es ist trotzdem ein großartiges Game geworden dass sich an Horror und Spannung kaum überbieten lässt. Der neu hinzugekommene Multiplayer ist eine schöne Ergänzung und bietet einen hohen Wiederspielwert. Käufer der Limited Edition erhalten sogar als kleines Extra das Spiel „Dead Space Extraction“. Für Fans von Survival-Horror-Games ein absoluter Pflichtkauf.

10 Antworten zu “[Review] Dead Space 2”

  1. Arieta Imeri sagt:

    LOL.Habt ihr die Xbox version getestet ? siehe letztes Bild ? :lol:

  2. Lex sagt:

    Natürlich nicht :mrgreen:

  3. x1predator1x sagt:

    Echt super Review, da bekommt man beim lesen wirklich lust auf das Spiel, irgendwann im Sommerloch werd ichs mir wohl mal kaufen müssen, da ich jetzt lust drauf habe.

  4. Arieta Imeri sagt:

    Hab mir letztens Dead Space 2 AT Limited Edition für 39 € neu geholt :cool: :cool: .Richtig geiles Game.Da passt einfach allles ;-) ;-)

  5. Lex sagt:

    Die DE Version ist (zumindest im Single Player) übrigens auch 100% Uncut!

  6. Arieta Imeri sagt:

    @Lex Ja aber der MP ist Cut.Und das heißt Leute die die Usk version haben können nur mit leuten zocken die ebenfalls die Usk version haben.Undas heißt wiederrum das ihr keine einzige Lobby findet :mrgreen: :lol:

  7. Lex sagt:

    Man findet auch mit der USK Version Lobbys, da gabs im Test keinerlei Probleme!

  8. Arieta Imeri sagt:

    @Lex sehr viel schwieriger als mit der pegi version.Und das man freund nicht anschießen darf ist ein großer cut meiner meinung nach.Wenn man versucht seine freunde von den aliens zu befreien z.B

  9. Lex sagt:

    Ich würde es aber nicht als schwierig bezeichnen, höchstens als kleinere Auswahl an Lobbys ;-)

  10. Pixel-Junk-e sagt:

    Klasse Review. Aber so Starke Nerven hab ich nicht :mrgreen: zuviel von diesem Dunkel in diesem Spiel …

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