[Retro-Reviews] Ayrton Senna: Kart Duell (PS1)

Gespeichert in: Allgemein von Lex - 23. August 2010 um 22:54 Uhr

Originaltext auf der Rückseite des Spiels:

Endlich ist es da – das lebensechte Go-Kart-Rennspiel auf das DU!!! gewartet hast!!! Polygongrafiken empfinden die Geschwindigkeit und Spannung eines echten Kartrennens nach. Schalte zwischen 5 (in Worten „fünf“!!)verschiedenen Perspektiven um (einschließlich Blick von hinten).

Man könnten meinen, wie auch durch diesen Text suggeriert wird, dass dieses Spiel ein Kracher sein könnte. Ja ein Kracher in der Hose. Auferstanden aus dem Nichts der Rennspielwelt 1996 wollte dieses Game revolutionieren, tatsächlich aber ließ es eingefleischte Rennspielefreaks vom Glauben abfallen. Kurz gesagt: Wer Rennspiele spielt, spielt dieses Spiel sicher nicht.

Story:

Dieses Spiel wurde Ayrton Senna gewidmet, der in seiner aktiven Formel 1–Laufbahn sehr erfolgreich war (was man von diesem Spiel nicht behaupten kann) und leider durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Ayrton würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste welch Seifenkistenfahrphysik der Gamergemeinschaft auferlegt wurde.

Spielaufbau / Gameplay:

Leider fällt hier sehr positiv auf, dass dieses Startmenü sehr aufgeräumt ist. Jedem Gamer ist sofort klar, welch Spielspaß (FRUST!!) ihn erwartet. MUHAHAHA

Race:

Dieser erste Menüpunkt beinhaltet den Karrieremodus aufgeteilt in 9 Rennen. In aufsteigender Reihenfolge immer beschissener werdender. Zur Verfügung stehen vier verschiedene Karts mit jeweils lächerlich unterschiedlichen Eigenschaften in Beschleunigung, Geschwindigkeit, Handling und Drift.

Damit jedem klar wird, dass wir hier keinen Schwachsinn erzählen, werden wir an dieser Stelle schildern, wie sich Kollisionen, Fahrphysik und das Weiterkommen zum nächsten Rennen auswirken. Um an dem jeweilig nächsten aggressionsaufbauenden Rennen teilnehmen zu können, muss man IMMER!!! (wiederhole IMMER!!) ERSTER werden.

NICHT ERSTER = LETZTER = GAME OVER!!!!

Dies wurde eingeführt um auch jüngere Gamer zu begeistern!!!

Unter Fahrphysik in diesem Game, muss man sich folgendes vorstellen: Man sitzt in einer schleudernden Waschmaschine und versucht immer hektisch gegen das Schleudern anzukämpfen und säuft dabei ab.
Als nächsten überaus aggressionsfördernden Punkt ist das Kollisionsverhalten zu erwähnen. Die Karts sind natürlich unzerstörbar und der Fahrer ist Jesus Himself, der sich keinen Millimeter in seinem fahrenden Beichtstuhl bewegt. Man wird lediglich bei einem etwas stärkeren Banden-„Crash“ mit einem herzlich tiefen „Grunzen“ aus der Bauchgegend und einem „Oh my god!“ darauf hingewiesen, dass man nicht auf dem rechten Weg ist.

Falls man irgendwann nach 18 Neustarts und etlichen „zerlegten“ Pads sich siegesgewiss in der Gewinnerposition „Platz 1“ befindet und ein freundlicher CPU-Gegner von hinten anklopft, wird nicht die CPU mit Geschwindigkeitsverlust bestraft, NEIN!!! Im Gegenteil, die CPU überholt und man selbst verliert einen Platz!!! Es ist zudem egal, ob man von vorne, seitlich, hinten, unten, oben, schräg, diagonal, EGAL wie man bedrängt wird, man verliert immer an Geschwindigkeit!! Zudem fährt die CPU auf Schienen. Kurz = TERRIBLE PROGRAMMING!!!

T.T:
Zeitfahren, JA Zeitfahren, nicht mehr und nicht weniger. (In Worten: Punkt)

VS:
Dieser “Modus” wurde niemals fertiggestellt. Denn hierzu benötigt man 2 Playstation Konsolen um diese mit einem Linkkabel zu verbinden. Stopp! Nochmal zum Mitdenken: 2 Playsi’s, 1 Linkkabel, 2 Fernseher, 2 Pads und 2 mal das Game. Hallo?? NIEMAND hat jemals an einem Ort und zur selben Zeit so viel BULLSHIT aufgebaut um dieses verranzte Game gegeneinander zu spielen! Sobald man diesen Modus anwählt, stürzt das Spiel ab.

Beginner:

Der Weg zur Hölle. Wenn man nicht wirklich das Gefühl für Rennspiele intus hat, dann vernichtet dieser Modus jegliche Amibition dahingehend.

Senna Memorial Data:

Der absolute Wahnsinn. Bei anwahl dieser “Rubrik” bei der man sich eigentlich einigermaßen was erhoffen kann sieht man nur ein Bild, daß wir hier niemandem vorenthalten wollten:

Senna als Kind auf nem Kart. Im Hintergrund sieht man seinen Vater stehen, der ihn gleich aus dem Sattel schubbst um dran zu riechen!

Options:

Diverse Einstellungen

(Review by: Der Komtur und Joe Dreck)

12 Antworten zu “[Retro-Reviews] Ayrton Senna: Kart Duell (PS1)”

  1. Herr_Becker sagt:

    Sehr schönes Review :mrgreen: Das Spiel muss damals völlig an mir vorbeigegangen sein, hab noch nie was davon gehört :oops:

  2. Newby sagt:

    Oh Gott, der arme Ayrton ;-)

  3. Struppie sagt:

    Das Spiel ist eben etwas (über)fordernd :shock: Hab es damals mal zum Geburtstag bekommen, müsste eigentlich noch irgendwo hier rumliegen…!

  4. Jack sagt:

    Ist doch ein prima VS Modus! Wer braucht schon Splitscreen, da hat man doch nur den halben Bildschirm zur Verfügung. Lieber etwas mehr Geld ausgeben und dafür hat jeder seinen eigenen :mrgreen: :lol:

    Diese Funktion über Link-Kabel gibts übrigens auch bei Gran Turismo (3 oder 4) auf der PS2, allerdings zusätzlich zum Splitscreen Modus :cool:

  5. DerWurm sagt:

    Heutzutage wär das kein Problem mehr:

    2x PS1
    2x Röhren-TV
    2x PS1-Controller
    1x Link-Kabel
    2x Ayrton Senna Kart-Duell

    macht zusammen etwas um die 100 Euro ;-) *g*

  6. Der Komtur sagt:

    Ja, aber sogar diese 100 Euro wären hier noch zum Arsch abwischen besser geeignet!
    Dieses Spiel ist SO SCHLECHT, wir hatten beim durchzocken so dermaßen nen HAß!!

    Naja, mal schaun was wir uns als nächstes rauspicken! :cool:

  7. Schlaubi sagt:

    Das Startmenü gefällt mir ja besonders gut. Da sitzt der einfach auf dem Boden und grinst in die Kamera

  8. Tim sagt:

    Wusstet ihr, das es zu dem Spiel euch einen Teil 2 gibt?

  9. Frap sagt:

    Da wär ein Vergleich zwischen Teil 1 und Teil 2 natürlich nicht schlecht, liebes Review Team :mrgreen: :cool:

  10. Der Komtur sagt:

    So So! Wir sollten also Bullshit Teil 1 mit Bullshit Teil 2 vergleichen? Sag mal wollt ihr uns quälen?
    :shock:

  11. Frap sagt:

    Wer A sagt muss auch B sagen :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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