God of War 3: Review

Gespeichert in: Reviews von Lex - 17. März 2010 um 16:11 Uhr

3 Jahre ist es her, dass „God of War II“ für die Playstation 2 erschienen ist und uns mit einem offenen Ende zurückließ. Kriegsgott Kratos war auf dem Rücken der Titanin Gaia unterwegs, den Olymp zu besteigen um die finale Schlacht mit den Göttern auszutragen. Ein großer „Cliffhanger“, der auch zugleich den dritten und letzten Teil der „God of War – Trilogie“ einleitet. Die Santa Monica Studios haben bereits mit den ersten beiden Ablegern der Serie neue Maßstäbe gesetzt und vor allem mit „GoW II“ das letzte aus der damaligen Konsolengeneration heraus gekitzelt. Die Erwartungen an den ersten Next-Gen und zugleich auch finalen Teil könnten somit nicht größer sein. Und was soll man sagen, „God of War III“ ist noch kompromissloser und spektakulärer denn je.

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Wie bereits erwähnt, ist die letzte Szene aus Teil 2 auch zugleich der Beginn von Teil 3. Kratos erklimmt auf dem Rücken von Gaia und in Begleitung der anderen Titanen den Olymp, um seine Rache an den Göttern, allen voran Zeus, zu vollenden. Was bereits hier grafisch geboten wird, ist überwältigend! Schnelle Kamerawechsel mit weit rausgezoomten Szenen sorgen gleich mal für offene Münder. Kratos ist dabei auf den Schultern der Titanen kaum mehr größer als eine Ameise.

Doch habt ihr nicht allzu viel Zeit, diese Pracht zu genießen. Bereits nach wenigen Minuten im Spiel steht euch schon der erste Boss-Gegner in Form eines Gottes gegenüber um zu verhindern, dass ihr die Spitze des Olymps erreicht. Dabei habt ihr gleich alle Hände voll zu tun, damit ihr während des Kampfes nicht auch noch von Gaia´s Rücken fallt.

Nach solch gewaltigen Action-Einlagen folgen immer wieder kleinere Sprung- und Kletterpassagen gemischt mit dem ein oder anderen Rätsel. Das lässt euch erstens etwas zu Atem kommen und sorgt zweitens für die nötige Abwechslung, so dass die Kämpfe nie überfordernd oder langweilig wirken. Das Spiel folgt also dem gleichen Prinzip wie in den Vorgängern und spielt sich genauso flüssig.

Die Kletter- und Sprungpassagen gehen allesamt gut von der Hand, auch wenn es die starre Kamera in mancher Situation etwas schwer macht, die Abstände richtig einzuschätzen. Alles in Allem ist diese aber gut platziert und lässt euch stets den Überblick bewahren. Für größere Schluchten hat Kratos wieder seine Ikarus-Flügel an Bord, mit denen er auch durch Hilfe von aufsteigendem Dampf sehr hoch gelegene Orte erreichen kann. Die Rätsel sind größtenteils relativ einfach zu lösen, indem man ein paar Kisten verschieben oder Schalter umlegen muss. Ab und zu allerdings wird man auch richtig gefordert und sieht sich sehr komplexen Rätseln gegenüber. Hier gilt es schon etwas zu überlegen, um seinen Weg fortsetzen zu können.

Hauptaugenmerk des Spiels liegt allerdings nach wie vor auf den Kämpfen. Das Waffenarsenal von Kratos ist gut gefüllt. Natürlich sind die an langen Ketten befestigten Klingen von Athena wieder mit dabei, doch haben sich auch einige neue Items dazugesellt. Neue Waffen erhält man meistens, nachdem man einen Boss-Gegner erledigt hat und dessen Waffen an sich nimmt. Auch das Bewegungsarsenal von Kratos wurde entsprechend der neuen Gegenstände gut erweitert. Sprint-Attacken, Ausweichen in der Luft oder das blenden von Gegnern können bei großen Gegnermassen durchaus nützlich sein.

Die Waffen lassen sich, wie bereits aus den Vorgängern bekannt, durch das Sammeln roter Orbs verbessern. Dabei werden die Angriffe einerseits stärker, andererseits schaltet man dadurch aber auch neue Combos frei. Jede Waffe hat zusätzlich auch einen speziellen Magie-Angriff. Um einen solchen ausführen zu können, muss der Magie-Balken mit Hilfe von blauen Orbs immer wieder aufgefüllt werden. Zu guter Letzt gibt es noch die grünen Orbs, die euren Gesundheitsbalken wieder füllen. Orbs findet man über das komplette Spiel verteilt in Kisten, aber auch besiegte Gegner lassen diese für euch fallen.

Habt ihr einem Gegner genug zugesetzt, kommen wieder die guten alten Finishing-Moves zum Einsatz. Hierzu werden euch am Bildschirm die Tasten eingeblendet, die es möglichst schnell zu drücken gilt. Neu ist, dass die Tasten diesmal analog zu ihrer Position auf dem Controller eingeblendet werden. X am unteren Rand, O am rechten Rand und so weiter. Dies macht es viel einfacher, die richtige Taste zu erwischen und gewährt euch gleichzeitig auch eine bessere Sicht auf das Geschehen. Die Finishing-Moves sind allesamt sehr sehr blutig. Teil 3 ist vom Gewaltgrad her auch mit Abstand der brutalste der Trilogie. Aber Kratos ist schließlich nicht umsonst der Kriegsgott.

Habt ihr das Spiel ein Mal erfolgreich beendet, wird der „Herausforderungen des Olymps“ Modus freigeschaltet. Dieser ist auch bereits aus den Vorgängern bekannt. In einer Art Kampfarena gilt es, bestimmte Aufgaben meist unter Zeitdruck zu absolvieren. Besiege alle Gegner nur mit den Händen, Zerstöre alle Gefäße oder lass dich von keinem Gegner erwischen ist nur eine kleine Auswahl. Die Schwierigkeit ist dabei durchaus happig.

Fazit:

 

God of War 3 erfüllt die hohen Erwartungen mit Leichtigkeit und setzt an manchen Stellen sogar noch eins drauf. Vor allem aus grafischer Sicht ist den Santa Monica Studios wieder mal ein Meisterwerk gelungen. Das bewährte Gameplay der Serie wurde übernommen und sogar noch etwas verfeinert. Das Kampfsystem ist absolut flüssig und macht jede Menge Spaß. Die Gewaltdarstellung ist enorm hoch und lässt durchaus die Frage aufkommen, wie es das Spiel unzensiert durch die USK schaffen konnte. Die Story bietet einen gelungenen Abschluss einer der besten Trilogien. Fans werden voll auf ihre Kosten kommen!

5 Antworten zu “God of War 3: Review”

  1. Timbo sagt:

    Gutes Review! Macht die letzten 2 Tage Wartezeit noch unerträglicher :mrgreen:

  2. cheese sagt:

    Gut geschrieben. Vielleicht hab ich ja Glück beim Gewinnspiel :razz:

  3. Donald sagt:

    Das Prinzip der Vorgänger mit spitzen HD-Grafik und toller Story! So muss das sein :cool: Freu mich schon drauf

  4. Kratos sagt:

    Nur noch 1-mal schlafen, Yippie! :cool:

  5. chuck sagt:

    Hab gestern das Review auf GameOne gesehen, die sehen das ziemlich ähnlich wie ihr ;-)

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