Dante’s Inferno, die Antwort von Visceral Games und EA auf God of War. Basierend auf dem ersten Teil von Dante Alighieris klassischem Gedicht „Die Göttliche Komödie“, ist das Ziel in diesem Third-Person-Action-Adventure, mit Dante die Seele seiner Geliebten Beatrice aus der Hölle zu retten. Wie im Gedicht gilt es auch im Spiel, mit Dante durch neun einzigartige Kreise der Hölle hinabzusteigen: Vorhölle, Wollust, Völlerei, Habgier, Zorn, Häresie, Gewalt, Betrug und Verrat. Jeder Kreis bietet Umgebungen, Gegner und Story-Elemente, die den von seinen Bewohnern begangenen Sünden entsprechen. Jede Menge Action ist garantiert.
Story:
Als Dante von den Kreuzzügen zurückkehrt, findet er seine Geliebte Beatrice tot auf dem Boden liegend. Und als wäre das noch nicht genug, so wurde ihre Seele auch noch von Luzifer mit in die tiefsten Tiefen der Hölle genommen. Was das bedeutet ist wohl klar, Dante begibt sich direkt auf den Weg ins Totenreich um seine Geliebte aus den Fängen des Teufels zu befreien. Wie ihr euch natürlich denken könnt, ist der Weg zur Hölle nicht gerade ein Spaziergang. Unzählige Kreaturen, gigantische Endbosse und jede Menge verfluchter Seelen warten nur darauf, Dante das Leben im wahrsten Sinne des Wortes zur Hölle zu machen. Das Gemetzel durch die neun Kreise der Hölle beginnt…
Gameplay:
Zu Beginn des Spiels dürft ihr euch mit der Steuerung vertraut machen. Während der ersten Missionen werden immer wieder Tipps eingeblendet, die euch die Tastenbelegung näher bringen. Diese unterscheidet sich aber so gut wie kaum von God of War, was das ganze ziemlich angenehm macht. Nach ein paar Gegnern wartet dann auch schon der erste Boss-Gegner auf euch, und das ist kein anderer als der Tod höchstpersönlich! Dieser hinterlässt euch auch gleich die Hauptwaffe im Spiel, seine Sense. Desweiteren seid ihr noch im Besitz eines heiligen Kreuzes eurer Geliebten, mit dem sich magische Blitze verschießen lassen.
Während dem Gemetzel durch die Hölle sammelt ihr die von besiegten Gegnern freigelassenen Seelen auf, was euren Seelen-Counter gemächlich ansteigen lässt. Hat man genügend Seelen eingesammelt, kann man diese im Fertigkeitsbaum einsetzen, um beispielsweise neue Angriffskombos oder Magieangriffe freizuschalten. Desweiteren sind über den Level verteilt auch diverse Brunnen zu finden, an denen ihr eure Energiebalken für Seelen, Lebensenergie und Magie wieder auffüllen könnt.
Das Hauptaugenmerk im Kampfsystem liegt eindeutig in den Kombos. Ihr habt eine Taste für schnelle aber schwächere Angriffe, eine für langsame dafür kräftige Angriffe, Magie und das Blitze schleudernde Kreuz. Das alles könnt ihr kombinieren mit Springen, Blocken, Ausweichen und Kontern. Je weiter ihr im Spiel voran schreitet, desto komplexere Kombos schaltet ihr im Fähigkeitsbaum frei. Habt ihr eure Gegner genügend geschwächt, könnt ihr auch die altbekannten Finishing-Moves einsetzen. Hierzu werden Tasten über dem Gegner eingeblendet, die es so schnell wie möglich in richtiger Reihenfolge zu drücken gilt.
Die Auswahl an Feinden ist groß, und die Taktik will gut überlegt sein. Desweiteren könnt ihr euch noch entscheiden, ob ihr den Gegner „zur Hölle schicken“ oder „ihn erlösen“ wollt. Entscheidet ihr euch für das „zur Hölle schicken“, geht dies relativ unkompliziert und blutig von statten, während das „Erlösen“ in Form eines Minispiels durchgeführt wird. Dadurch wird euer Seelen-Counter dafür schneller gefüllt. Je nachdem wir ihr euch entscheidet, könnt ihr im Fähigkeitsbaum zwischen „heiligen“ und „unheiligen“ Moves wählen. Ab und an besteht auch die Möglichkeit, eines der gigantischen Höllenbiester zu zähmen und mit diesem auf die Gegnermassen loszugehen, was euren Feinden nicht mehr viel Chance lässt.
Zwischen den Kämpfen, worauf eindeutig das Hauptaugenmerk liegt, gilt es auch diverse Kletter- und Sprungpassagen sowie das ein oder andere Rätsel zu lösen. Die Rätsel sind meist einfach gestaltet…hier einen Hebel umlegen, da ein paar Kisten verschieben…doch warten auch durchaus knifflige Rätsel, bei denen es zu überlegen gilt. Die Kamera bleibt das ganze Spiel über in einer Third-Person-Perspektive, die aber jederzeit einen guten Überblick über das Geschehen liefert.
Grafik & Atmosphäre:
Grafisch hat Dante’s Inferno einiges zu bieten. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher und schaurig gestalteter Gegner. Auch bei der Levelgestaltung ist viel Einfallsreichtum und Kreativität zu erkennen. Ein Highlight sind sicherlich auch die Zwischensequenzen, welche grafisch auf einem ganz hohen Niveau liegen. Auch der Sound des Spiels ist wirklich sehr gut gelungen. Von überall her hört man es Stöhnen und Schreien. Da läuft es einem schon mal eiskalt den Rücken runter.
Dante’s Inferno ist ein Spiel für Erwachsene, und dies merkt man auch an jeder Stelle des Spiels. Nackte Brüste, Gewalt und Blut, Kritik an der Kirche, hier ging man keine Kompromisse ein und zieht das Konzept konsequent durch ohne dabei aber billig oder übertrieben zu wirken. Und genau das, kombiniert mit der Grafik und dem Sound, verleihen dem Spiel eine unheimlich gute und dichte Atmosphäre. Wenn sich im Hintergrund brennende Menschen ins Nichts stürzen und Babies mit Rasiermesserhänden auf euch zukommen, wisst ihr sofort wo ihr seid: in der Hölle.
Fazit:
Alle Fans von God of War werden auch mit Dante’s Inferno mehr als zufrieden sein. Grafik und Atmosphäre stimmen, dass Gameplay bietet keine Überraschungen. Die Kreativität und Vielseitigkeit bei der Level- und Charaktergestaltung wären sicherlich im Sinne von Herrn Alighieri gewesen und bieten viel Abwechslung. Der Schwierigkeitsgrad steigt behutsam im Verlauf des Spiels an ohne einen zu überfordern. Alles in allem ein sehr gelungenes Hack´n Slay!






Sehr schöne Review!
Hab das Spiel auch schon seit ein paar Tagen daheim und bin begeistert. Es steht God of War wirklich in kaum was nach (auch wenn God of War noch ein kleines bisschen besser ist)
Werds mir wohl auch noch holen, um die Wartezeit auf GoW zu verkürzen *g*
Guter Test! Und obwohl das Spiel wirklich sehr von God of War abgekupfert ist, warum soll es nicht auch eine Konkurrenz geben!?
Finde auch, dass sich Fans von Hack´n Slay einfach freuen sollten, dass es einen weiteren guten Titel in diesem Genre gibt! Sehr solides Spiel und gute Review!
Klasse Review, liest sich sehr flüssig!
Werd mir das Spiel später auch mal holen, Hack´n Slay FTW
Spiel ist gut! Was ab und zu ein bisschen nervt sind die Tipps, die man nicht sofort weg klicken kann und die brutale Überbeanspruchung der Kreis-Taste
Ach was ich noch fragen wollte, ist eine Installation nötig?
Nein, das Spiel benötigt keine Installation
Die Review macht mich neugierig, gleich mal die Demo saugen…
Hab mir die Black Edition geholt, das Cover sieht echt bombastisch aus!
Ich fand die erste Szene gleich so krass, als sich der Typ dieses Kreuz auf die Brust näht!
Total verrückt *g*
So So Lex, hier ist also KEINE Installation erforderlich!
Das ist aber sehr untypisch für PS3 Spiele. Ich bin es eigentlich schon gewohnt mal schnell ne halbe Stunde Installationszeit für 500GB verstreichen zu lassen, bevor ich “endlich” spielen kann!
MfG
Immer diese XBOX Spieler
Hab leider die GameStop Aktion verpasst, Demo hat mir gut gefallen, auch wenn sie etwas kurz war! Irgendwann werd ich noch zuschalgen.
Schöne Review, gut geschrieben!
Hätte nicht gedacht dass das Spiel so gut ist…wird wohl doch gekauft! Schöner Test!
Wohl wirklich eine gute Alternative bevor der Kratos zurückkehrt!
Mir hat das Spiel leider nicht so gut gefallen, ziemlich eintönig und unnötig in die Länge gestreckt.
Guter test Lex! Spiel interessiert mich nicht so, das Setting ist zwar cool, aber GoW ist halt ueberall ein bisschen besser. Fuer Fans des Genres ist das spiel aber einen Blick wert.